Manty

Manty werden in Kirgisistan aus dünnem ungesäuertem Teig und einer saftigen Füllung gedämpft. Die verbreitetste Variante verbindet gehacktes Lamm- oder Rindfleisch mit reichlich Zwiebeln. Es gibt aber auch Manty mit Kürbis, Kartoffeln und Dschusai.

So sind Manty aufgebaut

Manty bestehen aus ungesäuertem Teig und werden nicht im Wasser, sondern auf Einsätzen über Dampf gegart. Dafür verwendet man einen speziellen Manty-Dämpfer, der auch Kaskan genannt wird. Der Dampf gart Teig und Füllung langsam, während der Fleischsaft im Inneren bleibt.

Das Fleisch wird am besten mit dem Messer fein geschnitten. So behält die Füllung mehr Struktur als nach dem Wolfen durch eine feine Scheibe. Zwiebeln sorgen für Feuchtigkeit und Süße. In einem guten Rezept ist ihre Menge deshalb deutlich spürbar und beschränkt sich nicht auf eine kleine Zwiebel pro Kilogramm Fleisch.

Die Form entscheidet nicht über die Qualität. Manty werden als Beutel oder Umschlag geschlossen, oder die gegenüberliegenden Teigränder werden miteinander verbunden. Wichtiger ist, die Mitte dünn auszurollen, die Ränder etwas kräftiger zu lassen und alle Nähte dicht zu verschließen.

Fleisch, Kürbis und Dschusai

Die Fleischfüllung besteht aus Lamm oder Rind mit Zwiebeln, Salz und Pfeffer. Magerem Fleisch kann Fettschwanzfett hinzugefügt werden. Es bestimmt nicht den Namen des Gerichts, sondern Saftigkeit und Intensität der Füllung.

Kürbis-Manty können rein pflanzlich sein oder Fettschwanzfett enthalten. Das Wort „Kürbis“ auf der Speisekarte garantiert daher keine vegetarische Variante. Auch Dschusai, eine aromatische Pflanze aus der Gattung Lauch, wird mit Fett, Ei oder Fleisch kombiniert. Fragen Sie vor der Bestellung nach den Zutaten.

Manty sind in ganz Zentralasien verbreitet, und die Küche Kirgisistans steht nicht getrennt von den Traditionen der Nachbarländer. Größe, Falttechnik, Gewürze und Sauce unterscheiden sich von Haus zu Haus. Die Behauptung, eine einzige Variante sei die einzig richtige, ist hier nicht hilfreich.

Manty bestellen und essen

Manty werden heiß serviert, gewöhnlich mehrere Stück pro Portion. Dazu gibt es Essig mit Pfeffer, scharfe Sauce, saure Sahne oder eine Sauermilchsauce. Die Beilagen hängen vom Lokal ab. Probieren Sie die Füllung deshalb zunächst ohne Sauce.

Sie können Manty mit der Gabel oder mit den Händen essen. Beißen Sie vorsichtig in den Rand, denn im Inneren kann heißer Saft sein. Wenn Sie die Zutaten prüfen müssen, fragen Sie nach der Fleischsorte, Fettschwanzfett, Ei in Teig oder Füllung und Milchprodukten in der Sauce.

Manty unterscheiden sich von Oromo durch ihre Form: Jedes Manty wird einzeln geformt, Oromo dagegen als große Rolle gewickelt und nach dem Garen geschnitten. Beide Gerichte werden gedämpft.

Manty mit Fleisch

Foto: Manty mit Fleisch

Rezept für vier bis sechs Portionen. Zwiebeln und eine kleine Menge kaltes Wasser halten die Füllung saftig. Die Manty werden 40 bis 45 Minuten gedämpft.

Küche: Kirgisisch und zentralasiatisch. Gesamte Zubereitungszeit:

Zutaten:

  • 450 g Weizenmehl
  • 180 bis 200 ml Wasser
  • 1 TL Salz für den Teig
  • 700 g Lamm- oder Rindfleisch
  • 350 g Zwiebeln
  • 50 ml kaltes Wasser für die Füllung
  • 1 TL Salz für die Füllung
  • schwarzer oder roter Pfeffer nach Geschmack
  • Pflanzenöl für die Dämpfeinsätze

Zubereitung:

Schritt 1. Mischen Sie Mehl, Wasser und Salz. Kneten Sie einen festen, glatten Teig, decken Sie ihn mit einem feuchten Tuch ab und lassen Sie ihn 40 Minuten ruhen.

Schritt 2. Schneiden Sie Fleisch und Zwiebeln fein. Geben Sie Salz, Pfeffer und kaltes Wasser hinzu und mischen Sie die Füllung gründlich.

Schritt 3. Teilen Sie den Teig in kleine Stücke und rollen Sie Kreise mit etwa 10 bis 12 Zentimetern Durchmesser aus. Die Mitte soll dünn sein, die Ränder dürfen etwas kräftiger bleiben.

Schritt 4. Setzen Sie jeweils einen Esslöffel Füllung in die Mitte und verschließen Sie die Ränder mit der gewünschten Falttechnik sorgfältig.

Schritt 5. Fetten Sie die Einsätze des Dämpfers mit Öl ein. Legen Sie die Manty mit Abstand darauf, damit der Dampf zwischen ihnen zirkulieren kann.

Schritt 6. Garen Sie die Manty 40 bis 45 Minuten über gleichmäßig kochendem Wasser. Nehmen Sie sie vorsichtig heraus, damit der Teig nicht reißt und kein Saft verloren geht.

Mehr zum Thema: Nabat, Oromo, Shorpo.

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