Oromo

Oromo besteht aus dünnem ungesäuertem Teig mit einer Fleisch- oder Gemüsefüllung. Die Teigplatte wird zu einer großen Rolle gewickelt, ringförmig in den Manty-Dämpfer gelegt, gedämpft und erst danach in Portionen geschnitten.

Wie wird Oromo zubereitet?

Ungesäuerter Teig wird etwa zwei Millimeter dünn ausgerollt, mit einer dünnen Schicht Füllung bedeckt und zu einer Rolle gewickelt. Die Rolle kommt auf einen gefetteten Einsatz des Manty-Dämpfers. Manchmal wird eine lange Rolle zu einem Ring gelegt, manchmal werden mehrere kürzere Rollen zubereitet.

Der Dampf gart das Gericht ohne direkten Kontakt mit Wasser. Die Zeit hängt von Dicke und Füllung ab: Für eine Gemüsevariante kann eine halbe Stunde genügen, Fleisch braucht gewöhnlich 40 bis 50 Minuten. Direkt nach dem Garen ist die Hülle weich. Lassen Sie Oromo deshalb kurz ruhen und schneiden Sie die Rolle mit einem scharfen Messer.

Dazu werden saure Sahne, eine Sauermilch- oder scharfe Sauce und manchmal eine Schale Fleischbrühe gereicht. Die Beilage richtet sich nach Füllung und Familientradition.

Fleisch- und Gemüsefüllungen

Die Fleischfüllung besteht aus fein geschnittenem Lamm oder Rind, Zwiebeln und Fett. Kartoffeln oder Kürbis vergrößern das Volumen, nehmen Fleischsaft auf und verändern die Textur. Zu große Stücke können im Inneren einer festen Rolle nicht vollständig gar werden.

Oromo mit Gemüse wird mit Kartoffeln, Kürbis, Zwiebeln oder Dschusai zubereitet. Eine Gemüsebezeichnung garantiert jedoch keine vegane Zusammensetzung: Der Teig kann Ei enthalten, der Dämpfeinsatz mit Butter oder tierischem Fett gefettet sein und die Füllung manchmal Fettschwanzfett enthalten. Fragen Sie gezielt nach den Zutaten.

Wie unterscheidet sich Oromo von Manty?

Teig und Dampfgaren ähneln sich, doch die Gerichte werden unterschiedlich zusammengesetzt. Manty werden einzeln geformt. Oromo wird als ganze Rolle gegart und erst vor dem Servieren geschnitten. Dadurch liegen in einem Stück Oromo mehr Schichten aus Teig und Füllung.

Fragen Sie bei der Bestellung nach Füllung und Sauce. Eine große Oromo-Rolle kann für mehrere Personen gedacht sein, in einer Kantine wird sie bereits in einzelne Stücke geschnitten verkauft.

Oromo mit Fleisch und Kartoffeln

Foto: Oromo mit Fleisch und Kartoffeln

Rezept für fünf bis sechs Portionen. Aus dieser Menge lassen sich am besten zwei Rollen formen: Sie passen leichter in den Dämpfer und garen gleichmäßiger.

Küche: Kirgisisch und zentralasiatisch. Gesamte Zubereitungszeit:

Zutaten:

  • 500 g Weizenmehl
  • 210 bis 230 ml Wasser
  • 1 TL Salz für den Teig
  • 600 g Lamm- oder Rindfleisch
  • 500 g Kartoffeln
  • 300 g Zwiebeln
  • 70 g Fettschwanzfett oder 3 EL Pflanzenöl
  • Salz und schwarzer Pfeffer nach Geschmack
  • Öl für die Dämpfeinsätze

Zubereitung:

Schritt 1. Mischen Sie Mehl, Wasser und Salz. Kneten Sie einen festen Teig, decken Sie ihn ab und lassen Sie ihn 30 bis 40 Minuten ruhen.

Schritt 2. Schneiden Sie Fleisch, Kartoffeln, Zwiebeln und Fettschwanzfett fein. Geben Sie Salz und Pfeffer hinzu und mischen Sie alles gründlich.

Schritt 3. Teilen Sie den Teig in zwei Hälften. Rollen Sie jede Hälfte zu einer etwa zwei Millimeter dünnen rechteckigen Platte aus.

Schritt 4. Verteilen Sie die Füllung gleichmäßig in einer dünnen Schicht und lassen Sie einen Rand frei. Rollen Sie den Teig fest auf und verschließen Sie Naht und Enden sorgfältig.

Schritt 5. Fetten Sie die Einsätze des Dämpfers mit Öl ein. Legen Sie die Rollen als lockere Ringe darauf, damit der Dampf zwischen ihnen zirkulieren kann.

Schritt 6. Garen Sie die Rollen 45 bis 50 Minuten über gleichmäßig kochendem Wasser. Lassen Sie sie fünf Minuten ruhen und schneiden Sie sie anschließend in breite Stücke.

Mehr zum Thema: Shorpo, Tan, Tandoorbrot.

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