Beschbarmak

Beschbarmak wird in Kirgisistan aus gekochtem Fleisch, hausgemachten Nudeln und in Brühe erwärmten Zwiebeln zubereitet. Fleisch und Teig kommen gemeinsam auf den Tisch, die kräftige Brühe wird häufig separat serviert. Familien-, Fest- und Restaurantvarianten unterscheiden sich, deshalb sind Form der Nudeln und Größe der Fleischstücke nicht überall gleich.

Was gehört in Beschbarmak?

Die Grundlage ist einfach: Fleisch wird lange weich gekocht. Aus Mehl, Wasser und Ei entsteht ein ungesäuerter Teig, dessen Nudeln anschließend in der Fleischbrühe garen. Zwiebeln werden in Ringe oder Halbringe geschnitten, kurz in die heiße Brühe gegeben und mit Pfeffer gewürzt. Diese Zwiebelbeilage heißt Tschyk.

Für Beschbarmak verwendet man Lamm-, Rind- oder Pferdefleisch. Auf einem Teller können verschiedene Teile des Tiers und Fleischspezialitäten zusammenkommen. Die häusliche Variante hängt meist vom Anlass, der Region und den Vorräten der Familie ab. Ein Versprechen der „streng klassischen Zutaten“ vereinfacht die tatsächliche Küche daher fast immer.

Bei der kirgisischen Servierweise wird das gekochte Fleisch häufig recht klein geschnitten und mit kurzen Nudeln vermischt. Im Restaurant begegnen Ihnen auch große Fleischstücke auf breiten Teigplatten. Beide Formen bewahren die entscheidende Kombination aus Fleisch, Teig, Zwiebeln und Brühe.

Wie wird Beschbarmak serviert und gegessen?

Fleisch und Nudeln werden auf einer großen Platte oder portionsweise angerichtet. Die Brühe kommt in einer Schale oder tiefen Tasse auf den Tisch. Sie kann vor dem Hauptgericht, dazu oder danach getrunken werden. Die Reihenfolge richtet sich nach den Gastgebern und dem Anlass.

Der Name wird meist als „fünf Finger“ übersetzt und mit dem Essen von Hand verbunden. Im Café ist eine Gabel völlig in Ordnung. Bei einem Familienessen beobachten Sie am besten die Gastgeber, statt die Essweise zu einer Prüfung auf „Authentizität“ zu machen.

Beschbarmak gehört zur Gast- und Festtafel. Reisende müssen das komplizierte traditionelle Verteilen bestimmter Fleischstücke jedoch nicht vorab beherrschen. Wenn Ihnen ein Gastgeber ein bestimmtes Stück oder einen Platz anbietet, nehmen Sie die Geste an oder erklären Sie eine Einschränkung ruhig.

Was sollten Sie bei der Bestellung fragen?

Das Wort „Beschbarmak“ verrät in der Speisekarte weder Fleischsorte noch Portionsgröße. Fragen Sie, ob Lamm, Rind oder Pferd verwendet wird, ob Pferdewurst dazugehört und ob die Brühe separat serviert wird. Eine große gemeinsame Platte kann für mehrere Personen gedacht sein.

Der Teig enthält Weizenmehl, in manchen Rezepten außerdem Ei. Auch Brühe und Zwiebelbeilage sind fleischhaltig. Wenn Allergene, Halal-Zubereitung oder eine bestimmte Fleischsorte wichtig sind, fragen Sie vor der Bestellung. Vergleichen Sie Beschbarmak mit Kuurdak und dem leichter servierten Schorpo, um weitere Fleischgerichte kennenzulernen.

Beschbarmak für zu Hause

Foto: Beschbarmak für zu Hause

Praktische Variante für 5 bis 6 Portionen. Das Fleisch wird weich gekocht, die Nudeln garen in derselben Brühe und die Zwiebeln werden getrennt erwärmt. Die genaue Zeit hängt vom verwendeten Fleischstück ab.

Küche: Kirgisisch. Gesamte Zubereitungszeit:

Zutaten:

  • 1-1,2 kg Lamm- oder Rindfleisch mit Knochen
  • 3 l kaltes Wasser
  • 2-3 Zwiebeln
  • Salz und schwarzer Pfeffer nach Geschmack
  • 500 g Weizenmehl
  • 2 Eier
  • 150-180 ml Wasser für den Teig
  • 1 TL Salz für den Teig

Zubereitung:

Schritt 1. Legen Sie das Fleisch in kaltes Wasser und bringen Sie es langsam zum Kochen. Schöpfen Sie den Schaum ab, salzen Sie und lassen Sie das Fleisch 2 bis 2,5 Stunden bei schwacher Hitze garen, bis es weich ist.

Schritt 2. Vermengen Sie Mehl, Eier, Wasser und Salz. Kneten Sie einen festen Teig, decken Sie ihn ab und lassen Sie ihn 30 Minuten ruhen.

Schritt 3. Nehmen Sie das fertige Fleisch heraus. Stellen Sie einen Teil der Brühe zum Servieren beiseite, seihen Sie den Rest ab und bringen Sie ihn erneut zum Kochen.

Schritt 4. Schneiden Sie die Zwiebeln dünn, übergießen Sie sie mit 2 Kellen heißer Brühe, würzen Sie mit schwarzem Pfeffer und erhitzen Sie sie 3 bis 5 Minuten ohne starkes Kochen.

Schritt 5. Rollen Sie den Teig etwa 2 mm dick aus. Schneiden Sie ihn in kurze Nudeln oder kleine Rechtecke und garen Sie diese portionsweise in der Brühe, gewöhnlich 3 bis 5 Minuten.

Schritt 6. Lösen Sie das Fleisch von den Knochen und schneiden Sie es. Richten Sie Nudeln, Fleisch und Zwiebeln auf einer großen Platte an. Servieren Sie die heiße Brühe separat.

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