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Wie entstehen die Schichten in Kattama?
Die Schichten entstehen nicht durch fertigen Blätterteig, sondern durch die Formtechnik. Ein Teigfladen wird dünn ausgerollt, mit Fett bestrichen, mit der Füllung belegt, zusammengerollt und zu einer Spirale gewickelt. Nach kurzer Ruhe wird das Stück wieder zu einem Kreis gedrückt und gebraten.
Beim Garen trennt das Fett die Teigwindungen. Außen entsteht eine gebräunte Kruste, innen bleiben weiche Schichten. Wird die Spirale zu dünn ausgerollt oder mit dem Nudelholz stark zusammengedrückt, bleibt das Muster zwar erhalten, es entstehen aber weniger luftige Zwischenräume.
Teig, Fett und Füllung
Ethnografische Beschreibungen nennen Kattama ein dünnes reichhaltiges Fladenbrot, das in tierischem Fett gebraten wurde. Heutige Hausrezepte verwenden häufig Butter oder Pflanzenöl. Der Teig kann ungesäuert oder mit Hefe zubereitet sein. Deshalb unterscheiden sich Lockerheit und Zubereitungszeit zweier Fladen mit demselben Namen.
Eine verbreitete Füllung sind Speise- oder Frühlingszwiebeln. Sehr fein geschnitten können sie roh auf den Teig kommen, andernfalls werden sie vorher weich gedünstet. Fleisch, Käse und weitere Zusätze gibt es in neueren Rezepten, sie bestimmen das Gericht aber nicht. Entscheidend bleiben die Schichten und die Spiralform.
Servieren und bestellen
Kattama wird heiß zu Fleisch, Suppe oder Tee serviert. Einen großen Fladen reißt man mit der Hand oder schneidet ihn in Stücke. Beim Abkühlen wird das Fett fester, deshalb erwärmen Sie Kattama vom Vortag am besten kurz in einer trockenen Pfanne.
Fragen Sie bei der Bestellung nach Füllung und Bratfett. Selbst ein Fladen ohne Fleisch kann Butter, Kajmak oder tierisches Fett enthalten. Vergleichen Sie Kattama mit frittiertem Boorsok und dem Oberbegriff Tokotsch, um weitere kirgisische Brotarten kennenzulernen.
Kattama mit Zwiebeln

Ungesäuerte Hausvariante für 4 Fladen. Die Zwiebeln werden vorher in der Pfanne weich gegart, damit sie den dünnen Teig nicht zerreißen und sicher gar werden.
Küche: Kirgisisch und zentralasiatisch. Gesamte Zubereitungszeit:
Zutaten:
- 500 g Weizenmehl
- 270-290 ml warmes Wasser
- 1 TL Salz
- 350 g Speisezwiebeln
- 70 g Butter
- 3 EL Pflanzenöl
- schwarzer Pfeffer oder Chilipulver nach Geschmack
Zubereitung:
Schritt 1. Lösen Sie das Salz im Wasser auf, geben Sie nach und nach Mehl hinzu und kneten Sie einen glatten, festen Teig. Decken Sie ihn ab und lassen Sie ihn 30 Minuten ruhen.
Schritt 2. Schneiden Sie die Zwiebeln dünn. Braten Sie sie in 1 EL Pflanzenöl weich, würzen Sie mit Salz und Pfeffer und lassen Sie sie vollständig abkühlen.
Schritt 3. Schmelzen Sie die Butter. Teilen Sie den Teig in 4 Stücke und rollen Sie jedes zu einem dünnen Kreis aus.
Schritt 4. Bestreichen Sie den Teig mit Butter, verteilen Sie ein Viertel der Zwiebeln und rollen Sie ihn fest auf. Wickeln Sie die Rolle zur Spirale und stecken Sie das Ende darunter.
Schritt 5. Decken Sie die Stücke ab und lassen Sie sie 10 Minuten ruhen. Rollen Sie jedes anschließend vorsichtig zu einem 6 bis 8 mm dicken Kreis aus.
Schritt 6. Erhitzen Sie eine Pfanne mit wenig Pflanzenöl. Braten Sie jeden Fladen bei mittlerer Hitze 4 bis 5 Minuten pro Seite goldbraun.
Schritt 7. Servieren Sie Kattama heiß. Braten Sie die übrigen Fladen einzeln und geben Sie bei Bedarf etwas Öl hinzu.
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