Boorsok

Für Boorsok wird ausgerollter Teig in Quadrate, Rauten oder Streifen geschnitten und rasch in reichlich Öl frittiert. In Kirgisistan werden die goldenen Stücke zum Tee, auf der Festtafel und als Brotersatz zu Hauptgerichten serviert.

Aus welchem Teig wird Boorsok gemacht?

Ethnografische Beschreibungen der kirgisischen Küche nennen einen sauren, also fermentierten Teig. Er wird ausgerollt und in Quadrate, Rauten, kurze Streifen oder kleinere Stücke geschnitten. Im heißen Fett geht der Teig schnell auf, bildet eine Kruste und bleibt innen weich.

Hausrezepte unterscheiden sich. Der Teig wird mit Wasser oder Milch angesetzt, manchmal kommen Ei, Zucker und Öl dazu. So wird ein Boorsok luftig und fast ungesüßt, ein anderer fester und deutlich süßer. Kugeln sind keine vorgeschriebene Form: Auf kirgisischen Tafeln finden Sie häufig kleine Rauten und Quadrate.

Ähnliche Gebäcke gibt es in Kasachstan, der Mongolei und weiteren Ländern der Region. Namen und Rezepte sind verwandt, doch Form, Teig und Anlass richten sich nach örtlicher und familiärer Tradition.

Wie wird Boorsok serviert?

Boorsok wird warm oder abgekühlt gegessen. Zum Tee stehen Kajmak, Konfitüre oder Honig bereit. Bei einer großen Mahlzeit liegen die Stücke anstelle von geschnittenem Brot auf einer gemeinsamen Platte. Frischer Boorsok ist weicher; beim Abkühlen wird die Kruste fester.

In der traditionellen Kultur ist Boorsok mit Festen, Familienereignissen und Gedenkmahlzeiten verbunden. Er wird aber auch ohne besonderen Anlass gebacken. Die konkrete Tafel ist wichtiger als eine allgemeingültige Legende: In einer Familie kommt Boorsok zum Tee auf den Tisch, in einer anderen neben Fleisch und Brühe.

Was sollten Sie vor der Bestellung prüfen?

Weizenmehl ist immer die Grundlage, deshalb enthält das Gericht Gluten. Milch und Ei hängen vom Rezept ab. Zum Frittieren kann Pflanzenöl oder tierisches Fett dienen. Fragen Sie bei Allergien, veganer Ernährung oder anderen Einschränkungen gezielt nach den Zutaten.

Verwechseln Sie Boorsok nicht mit Tschak-Tschak. Für Tschak-Tschak wird frittierter Teig mit Honigsirup verbunden und als Dessert serviert. Boorsok bleibt meist in einzelnen Stücken und kann völlig ungesüßt sein.

Boorsok

Foto: Boorsok

Grundrezept mit Hefe für 6 bis 8 Portionen. Frittieren Sie kleine Mengen, damit das Öl nicht abkühlt und der Teig gleichmäßig bräunt.

Küche: Kirgisisch und zentralasiatisch. Gesamte Zubereitungszeit:

Zutaten:

  • 500 g Weizenmehl
  • 280 ml warmes Wasser oder eine Mischung aus Wasser und Milch
  • 7 g Trockenhefe
  • 1 EL Zucker
  • 1 TL Salz
  • 2 EL Pflanzenöl für den Teig
  • 700-900 ml Pflanzenöl zum Frittieren

Zubereitung:

Schritt 1. Lösen Sie Hefe und Zucker in der warmen Flüssigkeit auf. Lassen Sie die Mischung 5 bis 10 Minuten stehen, bis sich Schaum bildet.

Schritt 2. Mischen Sie Mehl und Salz. Gießen Sie die Hefemischung und 2 EL Öl dazu und kneten Sie einen weichen, elastischen Teig.

Schritt 3. Decken Sie den Teig ab und lassen Sie ihn an einem warmen Ort etwa 1 Stunde gehen, bis er deutlich größer ist.

Schritt 4. Kneten Sie den Teig kurz durch, rollen Sie ihn etwa 8 bis 10 mm dick aus und schneiden Sie kleine Quadrate oder Rauten.

Schritt 5. Erhitzen Sie das Öl in einem tiefen Topf auf 170 bis 175 °C. Es darf nicht rauchen.

Schritt 6. Frittieren Sie kleine Portionen Boorsok 2 bis 3 Minuten und wenden Sie sie, bis sie gleichmäßig goldbraun sind.

Schritt 7. Heben Sie die Stücke mit einer Schaumkelle auf ein Gitter oder Küchenpapier. Servieren Sie sie warm oder vollständig abgekühlt.

Mehr zum Thema: Boso, Tschak-Tschak, Tschalap.

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