Tschalap

Tschalap ist ein kalter Sauermilchtrunk aus Susma oder Ayran, die mit Wasser verdünnt und leicht gesalzen werden. In Kirgisistan trinkt man ihn im Sommer, reicht ihn zu Mahlzeiten und verkauft ihn in Flaschen oder vom Fass.

Was ist Tschalap?

Tschalap verbindet milde Säure, eine salzige Note und leichte Konsistenz. Die Grundlage ist bereits milchsauer fermentiert, deshalb benötigt das Getränk keine lange weitere Gärung: Dicke Susma oder Ayran werden mit Trinkwasser auf die gewünschte Konsistenz verdünnt.

Hausgemachter Tschalap enthält meist keine Kohlensäure, Industrieprodukte werden dagegen häufig karbonisiert. Die sprudelnde Variante schmeckt kräftiger und schäumt beim Öffnen stärker. Auch die Zutaten unterscheiden sich: Ein Hersteller verwendet Milch und Reinkulturen, ein anderer eine fertige Sauermilchgrundlage. Eine verlässliche Antwort gibt immer das Etikett der jeweiligen Flasche.

Das Getränk passt besonders gut zu heißem Wetter, sollte Wasser aber nicht vollständig ersetzen. Tschalap enthält Salz und Milchbestandteile, deren Mengen je nach Rezept variieren.

Woraus wird Tschalap gemacht?

Die traditionelle Grundlage ist Susma. Dafür wird Ayran oder eine andere fermentierte Milchmasse durch ein Tuch abgeseiht. Wasser macht die Susma trinkbar, Salz hebt ihre Säure hervor. Wird Tschalap direkt aus flüssigem Ayran zubereitet, ist weniger Wasser nötig.

Kräuter, Gurke und Gewürze kommen in Hausvarianten vor, sind für den Grundgeschmack aber nicht erforderlich. Tschalap ohne Zusätze lässt sich gut zu kirgisischem Essen probieren: Die kühle Säure bildet einen Kontrast zu heißen Manty, Kuurdak und Fladenbrot.

Der Nährwert hängt vom Fettgehalt der Milchgrundlage und vom Wasseranteil ab. Allgemeine Zahlen für „echten Tschalap“ führen in die Irre. Wenn Kalorien, Eiweiß oder Salz wichtig sind, verwenden Sie die Packungsangaben oder berechnen Sie die Werte aus den Zutaten Ihres Hausrezepts.

Tschalap und Tan: Was ist der Unterschied?

In Kirgisistan können „Tschalap“ und „Tan“ sehr ähnliche Getränke bezeichnen. Beide bestehen aus einer fermentierten Milchgrundlage, Wasser und Salz und können Kohlensäure enthalten. Im Laden liegt der Unterschied häufig weniger in einer strengen Rezeptgrenze als in Kultur, Konsistenz und Produktname.

Kirgisische Beschreibungen verbinden Tschalap häufiger mit Susma oder Ayran. Tan gehört zu einer größeren Familie verdünnter Sauermilchgetränke im Kaukasus und in Zentralasien und wird oft aus Matsoni zubereitet. Bestimmen Sie ein Produkt nicht nur nach dem Namen auf der Flasche. Vergleichen Sie die Zutaten und probieren Sie beide.

Auswählen und trinken

Die Flasche sollte gekühlt, unbeschädigt und nicht aufgebläht sein. Prüfen Sie Haltbarkeitsdatum und Lagertemperatur. Öffnen Sie Tschalap mit Kohlensäure langsam und schütteln Sie ihn nicht, da der Innendruck deutlich steigen kann.

Kaufen Sie offenen Tschalap dort, wo der Behälter gekühlt wird, Hahn und Gläser sauber aussehen und der Verkäufer den Hersteller nennen kann. Ein kühles Metallfass allein belegt nicht, dass die erforderliche Temperatur den ganzen Tag eingehalten wurde.

Tschalap enthält Milcheiweiß und ist bei einer Milchallergie ungeeignet. Laktose verschwindet durch die Fermentation nicht unbedingt vollständig. Wenn Sie Salz begrenzen müssen, wählen Sie ein gekennzeichnetes Produkt oder bereiten Sie das Getränk selbst mit einer kleinen Salzmenge zu.

Tschalap aus Susma

Foto: Tschalap aus Susma

Einfacher Tschalap ohne zusätzliche Gärung. Verwenden Sie fertige Susma aus pasteurisierter Milch und kaltes Trinkwasser. Geben Sie das Salz schrittweise dazu.

Küche: Kirgisisch. Gesamte Zubereitungszeit:

Zutaten:

  • 300 g naturbelassene Susma ohne Zucker und Zusätze
  • 700 ml kaltes stilles Trinkwasser
  • 1/4 TL Salz, anschließend nach Geschmack

Zubereitung:

Schritt 1. Prüfen Sie das Haltbarkeitsdatum der Susma und kühlen Sie alle Zutaten vor.

Schritt 2. Geben Sie die Susma in einen Krug und fügen Sie etwa ein Drittel des Wassers hinzu. Rühren Sie mit einem Schneebesen glatt.

Schritt 3. Gießen Sie das übrige Wasser portionsweise dazu. Hören Sie früher auf, wenn Sie das Getränk dickflüssiger mögen.

Schritt 4. Geben Sie 1/4 TL Salz hinzu, rühren Sie um und probieren Sie. Ergänzen Sie nur kleine Prisen.

Schritt 5. Servieren Sie sofort. Lassen Sie Tschalap nicht bei Zimmertemperatur stehen; stellen Sie Reste in den Kühlschrank und verbrauchen Sie sie am selben Tag.

Mehr zum Thema: Kattama, Kurut, Kuurdak.

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