Orto-Tokoi-Stausee

🇰🇬 Der erste Stausee Kirgisistans reguliert den Abfluss des Tschüi und versorgt die Felder im Tschüi-Tal mit Wasser. Sie können ihn bequem auf der Fahrt zwischen Balyktschy und Kotschkor sehen, ohne in den Betriebsbereich der Staumauer zu fahren.

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Warum lohnt sich ein Stopp am Orto-Tokoi?

Der Orto-Tokoi bietet die seltene Gelegenheit, ein großes technisches Gewässer inmitten der trockenen Berge des Inneren Tian Shan zu sehen. Von erhöhten Straßenabschnitten erkennen Sie die Farbe des Wassers, die gewundene Uferlinie und die kahlen Hänge besonders gut. Für einen kurzen Stopp genügt eine öffentliche Abfahrt mit einem sicheren Stellplatz.

Das Erscheinungsbild des Stausees hängt von der Jahreszeit und der Wasserführung des jeweiligen Jahres ab. Im Frühjahr kann das Becken nahezu bis zur oberen Marke gefüllt sein. Gegen Ende der Bewässerungsperiode zieht sich das Wasser mitunter mehrere hundert Meter zurück und legt breite Streifen des Grundes frei. Ein Foto im Reiseführer verspricht daher nicht dieselbe Uferlinie zu Ihrem Reisetermin.

Dies ist eine aktive wasserbauliche Anlage und kein erschlossener Badestrand. Es gibt keine garantierten Parkplätze, Rettungsschwimmer, Bootsverleihe oder eingerichteten Picknickplätze. Betrachten Sie Staumauer, Auslass und Betriebsstraßen nur aus zulässiger Entfernung.

Die Straße zwischen Balyktschy und Kotschkor

Der Stausee liegt an der Route von Balyktschy nach Kotschkor. Aus Bischkek fahren Sie zunächst durch die Boom-Schlucht und Balyktschy und biegen danach in Richtung Kotschkor ab. Aus Naryn kommen Sie über Kotschkor aus der Gegenrichtung. Die Hauptstraße ist für einen normalen Pkw geeignet. Fahren Sie jedoch nicht über eine beliebige Spur hinunter zum Wasser.

Suchen Sie für einen Stopp eine breite Fläche, auf der Ihr Fahrzeug vollständig abseits der Fahrbahn steht. Parken Sie nicht hinter einer unübersichtlichen Kurve und laufen Sie für ein Foto nicht auf der Straße. Im Winter treten hier Wind, Glätte und Schneeverwehungen auf, und das offene Gelände verstärkt die Kälte.

Die Navigationslinks führen zum Stausee, markieren aber keinen offiziellen Aussichtspunkt. Wenn eine Schranke, ein Schild oder ein Mitarbeiter die Weiterfahrt beschränkt, wählen Sie einen anderen frei zugänglichen Punkt entlang der Route.

Der erste Stausee des Landes

Der Orto-Tokoi-Stausee wurde am Fluss Tschüi errichtet und 1960 in Betrieb genommen. Die Behörde für Wasserressourcen bezeichnet ihn als den ersten Stausee auf dem Gebiet der Kirgisischen Republik. Er speichert den Abfluss im Frühjahr und Sommer und gibt das Wasser anschließend während der Bewässerungsperiode ab.

Das gesamte Speichervolumen beträgt etwa 470 Millionen Kubikmeter, das nutzbare Volumen rund 450 Millionen Kubikmeter. Das Wasser dient zur Bewässerung von ungefähr 220.000 Hektar in Kirgisistan und 80.000 Hektar in Kasachstan. Ein niedriger Sommerstand weist daher in erster Linie auf den Betrieb des Wasserversorgungssystems und die Wasserführung des Jahres hin, nicht auf ein dauerhaftes Verschwinden des Sees.

Die Staumauer ist etwa 52 Meter hoch und 365 Meter lang. Diese Zahlen veranschaulichen die Größe, machen die Anlage aber nicht zu einem Ausflugsziel. Tunnel, Verschlüsse und Wasserauslass gehören zur Betriebsinfrastruktur.

Sicherer Aufenthalt am Wasser

Ufer. Fahren Sie nicht auf den freiliegenden Grund. Eine trockene Kruste kann zähen Schlamm verbergen, und der Wasserstand ändert sich nach Abgaben. Fahrspuren anderer Fahrzeuge belegen nicht, dass der Untergrund sicher ist.

Eis. Im Winter zieht der Orto-Tokoi mit seinem Muster aus Rissen Aufmerksamkeit auf sich, doch Sie dürfen das Eis nicht betreten. Der Stausee wird reguliert, unter der Eisdecke gibt es Strömung und wechselnde Wasserstände. Eine offizielle Prüfung der Tragfähigkeit für Besucher findet nicht statt.

Angeln. Ein Fischbestand bedeutet nicht, dass Sie uneingeschränkt angeln dürfen. Prüfen Sie vor der Fahrt saisonale Verbote und erlaubte Fanggeräte. Synthetische Netze sind in Kirgisistan verboten, und Kontrolleure finden sie regelmäßig im Orto-Tokoi.

Abfall. Am Ufer gibt es keine verlässliche Müllentsorgung. Nehmen Sie Verpackungen, Kohle und Speisereste wieder mit, spülen Sie kein Geschirr im Wasser und hinterlassen Sie keine Feuerstelle im trockenen Gras.

Reiseplanung. Der Orto-Tokoi lässt sich gut mit der Weiterfahrt nach Kotschkor oder Naryn verbinden. Für einen eigenständigen mehrtägigen Aufenthalt eignet sich ein Ort mit offizieller Unterkunft und klar geregeltem Zugang besser.

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