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Warum lohnt sich der Burana-Turm?
Burana macht die mittelalterliche Geschichte des Tschüi-Tals ohne lange Wanderung greifbar. Der etwa 24 Meter hohe Turm war ein Minarett und keine eigenständige Festung. Erdwälle, Fundamente, Museumsfunde und Steinfiguren zeigen, dass ihn einst eine bedeutende Stadt umgab.
Von Bischkek aus eignet sich der Ort für einen unkomplizierten Halbtagesausflug. Der Aufstieg zur oberen Plattform ist kurz, die innere Treppe aber sehr eng, steil und dunkel. Menschen mit eingeschränkter Beweglichkeit, starker Platzangst oder unsicherem Gleichgewicht sehen sich den Turm besser von außen an.
Auf dem offenen Gelände gibt es kaum Schutz vor Sonne und Wind. Kommen Sie im Sommer am Morgen und bringen Sie Wasser sowie einen Hut mit. Im Herbst und Winter können die Stufen kalt und rutschig sein. Ob der Aufstieg möglich ist, hängt von den Regeln des Museums und laufenden Wartungsarbeiten ab.
So erreichen Sie Burana
Der Komplex liegt etwa 83,5 km von Bischkek und 12 km südwestlich von Tokmok entfernt. Ohne Verkehr brauchen Sie von der Hauptstadt mit dem Auto ungefähr 1,5 Stunden pro Strecke. Der letzte Abschnitt führt auf einer normalen Straße durch Dörfer, ein Geländewagen ist daher nicht nötig.
Ohne eigenes Auto fahren Sie mit Marschrutka oder Bus nach Tokmok und vereinbaren dort ein Taxi für Hin- und Rückfahrt. Klären Sie, ob der Fahrer wartet, denn am Gelände findet sich nicht immer ein anderes Fahrzeug. Die Koordinaten auf dieser Seite führen zum Museumskomplex und nicht nur zum nächstgelegenen Dorf.
Vor der Abfahrt: Erkundigen Sie sich beim Museum nach Öffnungszeiten, Eintrittspreisen und dem Zugang zum Turm. Die Bedingungen können sich ändern. Ein Rundgang im Freien ersetzt weder das geschlossene Museum noch den Aufstieg.
Balasagun und die Geschichte des Minaretts
Balasagun entwickelte sich im Tschüi-Tal an der Stelle einer älteren Siedlung und wurde im 10. und 11. Jahrhundert zu einem Zentrum des Karachanidenreiches. Das Minarett stammt aus dem 11. oder 12. Jahrhundert. Ursprünglich war es höher, doch Erdbeben zerstörten den oberen Teil. Der heutige Turm hat einen achteckigen Sockel und einen runden, nach oben schmaler werdenden Schaft mit gemustertem Mauerwerk.
Die Mongolen zerstörten die Stadt nicht einfach an einem einzigen Tag. Laut UNESCO bestand sie im 13. Jahrhundert unter dem Namen Gobalik weiter, verlor später an Bedeutung und verschwand bis zum 15. Jahrhundert. Die Siedlung Balasagun gehört heute zur grenzüberschreitenden UNESCO-Welterbestätte Seidenstraßen: das Routennetzwerk des Chang'an-Tianshan-Korridors.
Eine Legende erzählt von einem Khan, der den Turm bauen ließ, um seine Tochter vor dem vorhergesagten Tod durch den Biss einer Karakurt-Spinne zu bewahren. Das ist Folklore und keine Erklärung für den Zweck des Bauwerks. Archäologen bestimmen den Turm als Minarett.
Sehenswertes auf dem Gelände

1/4. Gemustertes Mauerwerk des Minaretts
2/4. Blick über das Tschüi-Tal
3/4. Steinfiguren im Lapidarium
4/4. Museum des archäologischen Komplexes Minarett. Betrachten Sie die Bänder mit ihren unterschiedlichen Ziegelmustern und steigen Sie die Innentreppe hinauf, sofern der Eingang geöffnet ist. Oben ist wenig Platz. Lassen Sie Gegenverkehr nur dort vorbei, wo Sie sicher stehen können.
Museum. Die kleine Ausstellung verbindet den Turm mit seiner Stadt. Keramik, Münzen und Alltagsgegenstände geben mehr Zusammenhang als der Blick auf das Minarett allein.
Balbals und Steine mit Petroglyphen. In der Nähe liegt ein offenes Lapidarium. Viele Objekte wurden aus anderen Teilen des Tschüi-Tals hierhergebracht. Ihre heutige Anordnung ist daher kein unberührtes altes Gräberfeld rund um den Turm.
Siedlung. Erdwälle und erhöhte Flächen fallen weniger auf als der Turm. Bleiben Sie auf den erlaubten Wegen und steigen Sie nicht auf archäologische Reste. Für den Komplex genügen 1 bis 2 Stunden, doch Museum und Rundgang verdienen mehr als ein schnelles Foto am Eingang.
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