Sutuu-Bulak

🇰🇬 Der Sutuu-Bulak liegt auf etwa 2.700 Metern Höhe in einem Fichtenwald im oberen Teil der Semjonowka-Schlucht. Bis zum Parkplatz führt eine saisonal befahrbare Schotterstraße, danach gehen Sie rund fünf Kilometer zu Fuß. Planen Sie deshalb einen ganzen Tag ein und prüfen Sie vorher den Zustand der Route.

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So sieht ein Ausflug zum Sutuu-Bulak aus

Sutuu-Bulak inmitten eines Fichtenwaldes

Der Sutuu-Bulak ist ein Ziel für eine kurze Bergwanderung, nicht für einen Strandtag. Ein Fichtenwald umgibt das kleine Becken, alte Baumstämme ragen aus dem Wasser und die Farbe wechselt zwischen Grün und Blau. Eine Stunde reicht für den Aufenthalt am See, doch Anfahrt und Wanderung beanspruchen den größten Teil des Tages.

Beginnen Sie den Ausflug am besten am Nordufer des Issyk-Kul. Fahren Sie morgens von Tscholpon-Ata nach Semjonowka und anschließend mit einem örtlichen Geländetransfer in die Schlucht hinauf. Planen Sie die Rückkehr vor Einbruch der Dunkelheit, denn hier gibt es keinen markierten Stadtwanderweg, keine Beleuchtung und keinen verlässlichen Mobilfunkempfang.

Die Route eignet sich für Menschen, die an einem Tag zehn Kilometer und ungefähr 500 Höhenmeter bewältigen. Besondere alpine Fähigkeiten sind nicht erforderlich, doch nasse Steine, Schlamm und Höhe verlangen vernünftige Schuhe und eine ausreichende Zeitreserve.

Anreise zum Sutuu-Bulak

Von der Straße am Nordufer biegen Sie in das Dorf Semjonowka ab und fahren durch die Semjonowka-Schlucht, die auch Kyrtschyn genannt wird. Der Asphalt endet, und der Zustand der unbefestigten Strecke hängt von Regen, Reparaturen und Viehtrieb ab.

Der Endpunkt der Autofahrt ist nicht dauerhaft festgelegt. Bei trockenem Wetter kommt ein geeignetes Fahrzeug weiter, nach starkem Regen hält der Fahrer früher an. Versuchen Sie nicht, einen fremden Parkplatz mit einem gewöhnlichen Pkw zu erreichen.

Von einem typischen Parkplatz sind es ungefähr fünf Kilometer pro Strecke und etwa zwei Stunden zu Fuß bis zum See. Dabei überwinden Sie rund 500 Höhenmeter. Diese Richtwerte nennt der Routenkatalog Hiking.kg. Bestätigen Sie sie vor der Abfahrt dennoch beim Fahrer oder Guide.

Eine ältere Beschreibung versprach acht Kilometer von Semjonowka bis zum See und drei bis vier Stunden für den gesamten Fußweg. Diese Schätzung vermischte Auto- und Wanderstrecke und konnte Reisenden zu wenig Zeit für den Rückweg lassen.

Name und gesicherte Fakten

Der kirgisische Name Sutuu-Bulak ist mit dem Ausdruck „Milchquelle“ verbunden. Er passt zum trüb-blauen Farbton des Wassers, doch die Farbe verändert sich mit Licht, Niederschlag und Schwebstoffen. Auf Karten finden Sie die Schreibweisen Суттуу-Булак, Сүттүү-Булак und Sutuu-Bulak.

Der See liegt auf ungefähr 2.700 Metern Höhe. Genaue Angaben zu Tiefe und Größe sind in zugänglichen Primärquellen nicht durch moderne Messungen bestätigt. Die Zahl von „20 Metern Tiefe“ sollte daher nicht als gesicherte Tatsache verwendet werden.

Verbreitete Reiseführer wiederholen die Behauptung, der See sei nach dem „Erdbeben von Werny im Jahr 1910“ entstanden. Das Datum ist zweifelhaft: Das verheerende Erdbeben von Werny ereignete sich 1887, das Kemin-Erdbeben Anfang 1911. Solange keine geologische Quelle ein bestimmtes Ereignis mit dem See verbindet, sollte ihm kein vermeintliches Entstehungsjahr zugeschrieben werden.

Die überfluteten Stämme zeigen, dass das Wasser einen Teil des alten Waldes eingenommen hat. Beobachten Sie sie von festem Ufer aus. Gehen Sie nicht ins Wasser und versuchen Sie nicht, über nasse Stämme zu laufen.

Saison und Vorbereitung

Die übliche Saison reicht von Juni bis September. Im Frühsommer kann im oberen Abschnitt noch Schnee liegen. Nach Regen weichen Straße und Weg auf, im Herbst werden die Tage rasch kürzer. Die Wettervorhersage für das Ufer des Issyk-Kul beschreibt nicht die Bedingungen auf 2.700 Metern Höhe.

Nehmen Sie geschlossene Wanderschuhe, Regenjacke, eine warme Schicht, Wasser, Verpflegung, Reiseapotheke, Taschenlampe und ein geladenes Telefon mit Offline-Karte mit. Trinken Sie Wasser aus See und Bach nur nach Filterung und Desinfektion.

Die Route verläuft durch Weiden und Wald. Schließen Sie Tore, nähern Sie sich keiner Herde und umgehen Sie Hütehunde. Ein Feuer in trockener Nadelstreu ist gefährlich. Verpackungen und Feuchttücher müssen Sie wieder mitnehmen.

Wenn die Straße geschlossen ist oder Wolken in die Schlucht ziehen, verschieben Sie den See auf einen anderen Tag und gehen Sie stattdessen im unteren Teil des Kyrtschyn spazieren. Ein kleines Ziel rechtfertigt keine Fahrt über einen aufgeweichten Hang im Dunkeln.

Mehr zum Thema: Toktogul-Stausee, Ala-Kul, Andijon-Stausee.

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