Ala-Kul

🇰🇬 Der Ala-Kul liegt auf etwa 3.532 Metern Höhe und ist nicht über eine Straße erreichbar. Die meisten Reisenden wandern in 3 bis 4 Tagen von der Karakol-Schlucht zum See, überqueren anschließend den Pass und steigen nach Altyn-Araschan ab.

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Für wen eignet sich die Wanderung zum Ala-Kul?

Ala-Kul in den Bergen des Terskej-Alatau

Die Wanderung zum Ala-Kul erfordert Ausdauer, stabiles Wetter und zumindest grundlegende Bergerfahrung. Über mehrere Tage erwarten Sie lange Anstiege mit Rucksack, eine Übernachtung oberhalb der Baumgrenze und ein Pass auf etwa 3.900 Metern. Dies ist weder ein Spaziergang ab Parkplatz noch eine geeignete erste Bergtour ohne Vorbereitung.

Der Grund für die Wanderung ist leicht zu verstehen: Die Route verbindet das bewaldete Karakol-Tal, einen Hochgebirgssee, einen steinigen Pass und die heißen Quellen von Altyn-Araschan. Je nach Licht, Wolken und Schwebstoffen aus dem Gestein der Gletscher wechselt das Wasser seine Farbe von Graublau bis Türkis.

Verbringen Sie vor der Wanderung am besten einen Tag in Karakol und unternehmen Sie einen kurzen Spaziergang mit leichtem Gepäck. Diese Pause garantiert keine Akklimatisierung, hilft aber, Ihre Reaktion auf die Höhe zu beobachten, bevor Sie den abgelegenen Abschnitt erreichen.

Route zum Ala-Kul

Die klassische Route beginnt am Eingang der Karakol-Schlucht. Der Weg folgt dem Tal des Flusses Karakol bergauf und biegt dann in die Kurgaktor-Schlucht zur „Sirota“-Hütte und zum See ab. Hinter dem Ala-Kul-Pass steigen Sie in das Keldike-Tal und weiter nach Altyn-Araschan ab. Die Tour endet in Ak-Suu oder mit einem Transfer zurück nach Karakol.

Übliche Tagesetappen

Tag 1. Vom Eingang der Karakol-Schlucht steigen Sie durch das bewaldete Tal auf und übernachten vor dem steilen Abschnitt. Der genaue Lagerplatz hängt vom Tempo der Gruppe und der Art der Unterkunft ab.

Tag 2. Durch Kurgaktor geht es hinauf zum See. Sie übernachten unterhalb oder nahe des Sees. Der letzte Abschnitt ist steil, und in der Höhe sinkt das Tempo merklich.

Tag 3. Sie steigen zum Ala-Kul-Pass auf und nach Keldike oder Altyn-Araschan ab. Für den Abstieg über loses Geröll benötigen Sie Zeitreserven und festes Schuhwerk.

Tag 4. Von Altyn-Araschan geht es hinunter nach Ak-Suu. Die heißen Quellen liegen nach der Passüberquerung im Altyn-Araschan-Tal, nicht unmittelbar am See.

Es gibt schnellere Varianten mit einem Geländetransfer über die schwierige Piste zu einem Lager in der Karakol-Schlucht. Damit verkürzt sich der Zustieg, doch die Route wird nicht zu einem leichten Ausflug. Selbst eine Tagestour bedeutet meist 6 bis 10 Stunden zu Fuß, viele Höhenmeter und einen speziellen Geländetransfer. Einzelheiten zur Route und saisonale Angebote veröffentlicht die Tourismusorganisation von Karakol.

Höhe und Name des Sees

Der See liegt im Terskej-Alatau auf etwa 3.532 bis 3.533 Metern Höhe. Er wird von Schnee, Gletschern und Niederschlägen gespeist. Selbst im Sommer können Schneefelder am Ufer liegen, während die Temperatur nachts unter null Grad sinkt.

Der kirgisische Name Ala-Köl lässt sich mit „bunter See“ übersetzen. In russischsprachigen Quellen finden sich die Formen Ala-Kul, Ala-Kjol und Alakjol. Auf dieser Seite verwenden wir Ala-Kul, da diese Schreibweise auf touristischen Karten und bei der Routensuche verbreitet ist.

Gängige Beschreibungen nennen widersprüchliche Tiefenangaben. Die Zahl „mehr als 70 Meter“ sollte daher nicht als gesicherter Fakt gelten. Für Reisende ist wichtiger: Das Wasser ist eiskalt, und es gibt weder einen erschlossenen Strand noch Rettungskräfte. Baden erhöht das Risiko einer Unterkühlung und sollte nicht das Ziel der Tour sein.

Saison, Ausrüstung und Sicherheit

Die Hauptsaison reicht von Ende Juni bis September, doch ein Datum im Kalender ersetzt keine Prüfung der aktuellen Bedingungen. Im Juni kann gefährlicher Altschnee auf dem Pass liegen, im September setzt der Frost früh ein. Nach starkem Regen steigen die Flüsse, Steine werden rutschig und die Tour dauert länger.

Auf der Route gibt es keinen zuverlässigen Mobilfunkempfang. Laden Sie eine Offlinekarte und den Track herunter, verlassen Sie sich aber nicht allein auf Ihr Telefon. Ein Guide ist besonders bei der ersten Mehrtagestour, bei Altschnee und bei unsicherer Wettervorhersage sinnvoll.

Mindestausrüstung

Stellen Sie Ihr Zelt auf stabilem Untergrund und in ausreichendem Abstand zu Flussbett und Hangkante auf. Lassen Sie weder Lebensmittel noch Verpackungen zurück, waschen Sie sich nicht mit Seife im See oder Bach und entzünden Sie kein Feuer, wo dies verboten ist. Nehmen Sie sämtlichen Abfall bis zur nächsten Siedlung mit.

Steigen Sie bei starken Kopfschmerzen, Übelkeit, Verwirrtheit oder Koordinationsstörungen nicht weiter auf. Gehen Sie hinunter und suchen Sie Hilfe. Teilen Sie Angehörigen vor dem Start Ihre Route und einen vereinbarten Kontrollzeitpunkt mit. Reisegruppen können sich beim kirgisischen Katastrophenschutzministerium registrieren. Eine ergänzende Pack- und Vorbereitungsliste finden Sie im Artikel über Aktivurlaub in den Bergen.

Mehr zum Thema: Andijon-Stausee, Ara-Kel, Chatyr-Kul.

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